| Unsere Arbeit Mit Ausnahme des Faches Deutsch und Mathematik in den Klassen 1 und 2 werden alle Fächer kombiniert unterrichtet. Dies bedeutet, dass die Klassen 1 und 2 sowie die Klassen 3 und 4 gemeinsam unterrichtet werden. Der Religionsunterricht wird kombiniert UND konfessionell unterrichtet, so dass im evangelischen Religionsunterricht Kinder der Klassen 1 bis 4 gemeinsam lernen. Um den gesetzlichen Ansprüchen und vor allem den Schülern gerecht zu werden und mit ihnen nicht jedes Jahr die gleichen Inhalte zu bearbeiten, verlangt dieses Arbeiten von den Lehrerinnen eine hohe Planungskompetenz. Bei diesem evangelischen Religionsunterricht muss zum Beispiel über vier Jahre hinweg geplant werden. Wir Lehrer nehmen wahr, dass besonders das kombinierte Unterrichten enorme pädagogische Vorzüge mit sich bringen kann. Aufgrund der kombinierten Klassen ist eine innere Differenzierung unumgänglich. Im Rahmen der Freien Arbeit, des Wochenplanes oder des Stationentrainings lernen die Schüler vom ersten Tag an, aufeinander Rücksicht zu nehmen und selbstständig zu arbeiten. Aber auch im frontalen Unterricht geht es bei uns nicht ohne gegenseitige Rücksichtnahme. So werden im Mathematikunterricht der Klassen 3 und 4 zum Beispiel für das eine Schuljahr Aufgaben eingeführt, während das andere Schuljahr eigenständig und still an eigenen Aufgaben arbeitet. Dies verlangt von den Kindern zudem ein hohes Maß an Konzentration. Die still arbeitenden Kinder müssen ihren Aufgaben nachkommen, ohne sich von den Erläuterungen der Lehrkraft ablenken zu lassen. Die Schüler sind es ferner gewohnt, einander zu helfen. Besonders deutlich ist dies im Englischunterricht zu beobachten. Die Kinder der Klasse 4, die bereits im dritten Schuljahr einen Englischunterricht erhalten haben, animieren die Kinder des dritten Schuljahres von Beginn an, ohne Angst englisch zu sprechen. Die Sprachhemmung, die in den ersten Wochen des Englischunterrichts in dritten Klassen, die keine englischsprachigen Schüler haben, derweilen zu beobachten sind, treten hier nicht auf. Die Kinder des vierten Schuljahres sind stolz, nun „die Großen“ zu sein, etwas zu können, was die „jüngeren Drittklässler“ noch nicht können und stehen ihnen gerne mit ihrem Sachwissen zur Verfügung. Sie haben keine Hemmungen, englisch zu sprechen und gehen ihren Mitschülern mit einem guten Beispiel voran. Auch schwache Kinder können so erfahren, dass sie Fähigkeiten und Fertigkeiten besitzen, die ihr Selbstbewusstsein untermauern. |