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Unsere Schulprogrammpunkte

 

Elemente der Verkehrserziehung:

 

Die Verkehrserziehung ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Schulprogramms. Da uns die Kinder am Herzen liegen und wir möchten, dass sie sicher in der Schule ankommen, haben wird mehrere Initiativen gestartet, die dazu beitragen sollen, dass unsere Schüler wohlbehalten in der Schule und mittags zu Hause ankommen.

 

Um den Schulweg sicherer zu gestalten wurden vom Förderverein Sicherheitswesten angeschafft, welche die Kinder über ihre Jacken hängen können. Diese Westen reflektieren, so dass die Kinder besonders in den dunklen Jahreszeiten besser gesehen werden können.

Mit Hilfe der Aktion „Bild hilft Kindern“ konnte eine Dunkellichtampel angeschafft werden. Da viele Kinder der Grundschule Adorf, des Kindergartens und der weiterführenden Schulen die „Georgsdorfer Straße“ auf ihrem Schulweg  überqueren müssen, haben Lehrer und Eltern sich für das Projekt „Dunkellichtanlage“ eingesetzt, so dass im Juli 2004 die Ampel eingeweiht werden konnte. Die Kinder können nun die viel befahrene und meist zu schnell befahrene Georgsdorfer Straße sicher überqueren.

Vor der Anschaffung der Ampel sicherten freiwillige Elternlotsen die Straße ab. Bei Wind und Wetter standen Mütter und Väter morgens und mittags an und auf der Straße, um ihre Kinder sicher über die Straße zu lotsen. 

 

Alle zwei Jahre findet in Adorf die Radfahrprüfung für die Klassen 3 und 4 statt. Polizisten und freiwillige Eltern sichern die vorher festgelegte Strecke im Realverkehr ab. Intensiv bereitet sich die Klasse im Schonraum durch Fahr-, Wahrnehmungs-, Reaktions-, und Bremsübungen vor. Vorfahrtsregeln und das Verhalten im Verkehr werden ebenfalls im Schonraum wie auch im Realverkehr geübt. Auf die theoretische Prüfung bereitet sich die Klasse im Klassenraum durch zahlreiche Übungen vor, so dass in diesem Jahr alle Kinder die theoretische wie auch die praktische Fahrprüfung zur allerbesten Zufriedenheit der Prüfer bestehen konnten. Als Attest gab es einen Fahrradführerschein, der die erfolgreiche Prüfung bescheinigt.

Zu Beginn des Schuljahres findet die Aktion „Gelbe Füße“ für alle Kinder der Grundschule statt. Gemeinsam mit der Polizei werden besonders brisante Bereiche des Schulweges abgelaufen und thematisiert. Gefahrenstellen werden markiert und mit Hilfe von gesprayten, gelben Füßen werden sichere Fahrbahnüberquerungen markiert. Gelbe Haltelinien werden gesprayt, die besonders die Schulanfänger daran erinnern sollen, wo sie unbedingt warten und anhalten müssen. 

Ferner findet zu Schuljahresbeginn eine Elternabend zur Thematik „Verkehrssicherheit“ statt. Als Referenten erscheinen Verkehrspolizisten, die Beiträge zum Fahrradhelm, zur Vorbildfunktion der erwachsenen Verkehrsteilnehmer, zum Verhalten im Verkehr oder zum verkehrssicheren Fahrrad leisten.

Ferner erhalten die Schulneulinge Malbücher zur Thematik „Verkehrssicherheit“. Diese Bücher wurden von ortsansässigen Firmen gesponsort und greifen die Thematik in anschaulicher Weise nochmals auf. Im Rahmen des Sachunterrichts werden gefährliche Situationen im Verkehr erörtert und kindgemäss behandelt.  Aber nicht nur die Theorie und die Arbeit am Buch, sondern besonders das ständige Aufsuchen des realen Verkehrs stellen tragende Säulen unseres Sachunterrichts dar.

Leseförderung:

Die Leseförderung stellt ein weiterer Punkt unseres Schulprogramms dar.

Die Adorfer Bücherei befindet sich bei uns im Schulgebäude. Montags wird sie am Ende der zweiten Stunde für unsere Kinder geöffnet. Die Kinder haben dann die Möglichkeit sich Bücher, Spiele oder Kassetten auszuleihen. Neben dieser öffentlichen Bücherei haben wir noch eine Schulbücherei aufgebaut. Hier können die Kinder zu jeder Zeit Bücher und Zeitschriften selbstständig ausleihen. Neben den Büchern und Zeitschriften liegen Listen aus, in die sich auch schon die Erstklässler eintragen können. Neben dem eigenen Namen, dem Ausleihdatum und dem Titel des Buches muss auch die Rückgabe des Buches selbstständig wieder eingetragen werden. Neben einer Einführung in die Schulausleihe helfen Zweitklässler zu Beginn des ersten Schuljahres den Schulneulingen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass das Ausleihen dann sehr schnell selbstständig von den Kindern organisiert wird. Auch die Rückgabe der Zeitschriften und Bücher klappt hervorragend. Neben dem Wecken an Interesse für Bücher und für das Lesen wollen wir durch diese Initiative auch erreichen, dass die Kinder Verantwortung für sich und ihr handeln übernehmen. Sie selbst sind für das Ausleihen und Zurückbringen der Bücher verantwortlich. 

Die Bücher werden ständig aktualisiert, da die Schule Kinderzeitschriften abonniert und die Lehrerinnen eigene aussortierte Bücher oder die ihrer Kinder mitbringen und der Schule spenden. Auch die Eltern haben der Schule schon Bücher geschenkt. Ferner können die Kinder regelmäßig über den „Verlag an der Este“ preisgünstige Bücher bestellen. Die Schulleitung verteilt Bücherprospekte an die Kinder und interessierte Kinder können diese Bücher dann über die Schule bestellen. Die Kinder werden so animiert, eigene Bücher zu kaufen, ohne dass der finanzielle oder organisatorische Aspekt hier die gute Absicht verhindert. Auch die Schule bestellt über diesen Verlag immer wieder neue, aktuelle Bücher, die dann zur Ausleihe ausliegen.    

 

Neben der Buchausleihe wird in den Klassen 3 und 4 (und möglichst auch in den Klassen 1 und 2) jedes Jahr ein Leseprojekt veranstaltet. Das Projekt dauert in der Regel drei bis fünf Schultage. Während dieser Zeit wird anhand einer Ganzschrift (z.B. : Der Fliegende Stern, Die kleine Hexe, Tobi sagt, was Sache ist, Pippi Langstrumpf … ) projektartig gearbeitet. Wir bemühen uns, die Besonderheiten der einzelnen Fächer zu berücksichtigen. Konkret heißt dies z.B. bezogen auf die Ganzschrift „Der Fliegende Stern“ (=Indianerthematik), dass wir im Kunst-/Werk- und Textilunterricht, z.B. Indianerdörfer bauen, Federschmuck, basteln, Totempfähle gestalten, Indianerbänder flechten etc. Im Sachunterricht wird das Thema „Indianer“ (z.B. Verbreitung, Geschichte, Entwicklung etc) behandelt. Im Fach Musik werden indianische Lieder gesungen und gespielt. In Mathe werden die Aufgaben in Indianergeschichten verkleidet. In Englisch werden z.B. „Ten little Indians“ gesungen etc.

 

Neben diesem „größeren Projekt“ werden immer wieder „kleinere Leseprojekte“ veranstaltet. So führen die Klassen sich gegenseitig kleine Lesestücke (z.B. mit verteilten Rollen, Witze) vor. Die lesenden Kinder werden durch das Vorführen vor einer anderen Klasse animiert, ihre Rolle flüssig und betont zu lesen. Die zuhörenden Kinder (besonders in den ersten beiden Jahrgängen) erkennen so schon früh einen der „Sinnmomente“ es Lesens: „Ich kann jemandem etwas vortragen.“

Aber auch der Schülerschaft im Allgemeinen wird durch auswärtige Leser etwas vorgelesen. Die vorherige Schulleiterin  kam zu Besuch, um eine Lesestunde mit den Kinder abzuhalten. Ein „Lesethron“ wurde gestaltet, auf den die lesende Dame sich setzen durfte. Die Kinder scharrten sich wie zu „Großmutterszeiten“ um den Thron und lauschten der Leserin.

Feste Rituale bestimmen ferner das „Leseleben“ der Grundschule Adorf. So wurden gemeinsam mit den Kinder feste Zeiten in der Woche vereinbart, in der die Kinder ihre eigenen Bücher mit zur Schule bringen dürfen und sie dort in der festgelegten Zeit lesen. Die Kinder können während dieser Zeit das Sofa, ein altes Oberbett oder ihren Platz zum Lesen nutzen. Die eigenen Bücher können auch während des Deutschunterrichts vorgestellt werden. Ebenso gibt es eine feste „Vorlesezeit“, in der die Lehrerin der Kinder etwas vorliest. Während dieser Zeit dürfen die Kinder ihre Augen schließen, den Kopf auf den Tisch legen und nur lauschen. 

 

 

Musische Erziehung:

Auch die musische Erziehung stellt einen Punkt unseres Schulprogramms dar. Eine ausgebildete Honorarkraft bietet im Rahmen einer AG einen musischen Unterricht für die Kinder des dritten und vierten Schuljahres an. Neben dem Flötenunterricht findet eine weitere musische Erziehung (singen, Orffinstrumente etc) statt. Für alle Kinder des 1. und 2. Schuljahres wird ein verbindlicher Flötenunterricht durchgeführt.

Die schulischen Veranstaltungen werden dann musikalisch begleitet, was auf eine große positive Resonanz der Besucher stößt. 

 

Jahrgangsübergreifender Unterricht:

Die Kinder der Klassen 1 und 2 werden in den Fächern Sachunterricht, Kunst, Musik und Sport kombiniert unterrichtet.

Im Fach Religion bieten wir den katholischen und den evangelischen Religionsunterricht an. Der evangelische Religionsunterricht umfasst Kinder der Klassenstufen 1 bis 4. Der katholische Religionsunterricht findet kombiniert in den Klassen 1 und 2 wie in den Klassen 3 und 4 statt.

Das 3. und 4. Schuljahr wird zudem in allen anderen Fächern kombiniert unterrichtet.

 

Da wir kombiniert unterrichten ist die Binnendifferenzierung unumgänglich. Planarbeit, offener Unterricht oder das Lernen an Karteien gehören bei uns zum Alltag (vgl. „Unsere Arbeit“). 

 

Elternmitarbeit:

Nicht nur die Kinder, auch die Eltern identifizieren sich mit ihrer kleinen Schule und zeigen ein hohes Engagement und viel Eigeninitiative. Nichts ist unmöglich, sondern mit ausreichend Einsatz und Kreativität umsetzbar. Dies ist beeindruckend, da die Elternaufgaben, die in jeder Schule anstehen, nicht auf viele Eltern verteilt werden können, sondern immer wieder auf nur wenige Eltern fallen. Trotzdem bieten die Eltern sich an und zeigen viel Einsatz.

Hier ein Beispiel: Als der Antrag auf eine Fußgängerampel abgelehnt wurde, haben die nur wenigen Eltern einen Schülerlotsendienst ins Leben gerufen. Jeden Morgen um 8 Uhr und jeden Mittag um 13 Uhr wurden Kinder, die eine gefährliche Landesstraße überqueren müssen, von den Eltern (und von den Lehrern) über die Straße gelotst. Reflektierende Sicherheitswesten, die die Kinder über ihre Jacken ziehen können, um von den Autofahrern besser gesehen zu werden, wurden vom Förderverein angeschafft und interessierten Eltern angeboten. Inzwischen wurde eine Ampelanlage aufgestellt, so dass der Elternlotsendienst nicht mehr notwendig ist.

Ferner ist es selbstverständlich, dass viele Mütter sich immer wieder bereit erklären, Kuchen und Brot für unsere Feste (siehe unten) zu backen, Kaffee zu kochen, die Gäste zu bewirten und nachher abzuwaschen.

 

Ein weiteres Eltern-/Lehrerprojekt ist die Umgestaltung unseres Schulhofes in eine naturnahe Bewegungsstätte (siehe unten). Auch hier haben die wenigen Eltern angeboten, an Wochenenden zu schaufeln, zu buddeln und zu pflanzen.

Im Rahmen eines Pippi-Langstrumpffestes wurde der Schulhof festlich eingeweiht.

Für die Umgestaltung des Schulhofes erhielt die Schule den RWE-Klimaschutzpreis und ein Gewinngeld von 500 €.

Arbeitsgemeinschaften:

Ferner arbeiten die Eltern an und in den AGs mit. Es wurden bereits eine Werk-AG, eine Koch- und Back-AG, eine Computer-AG, eine Tanz- und Sport-AG, eine Spinn-AG, eine Kreativ-AG, einer Schülerzeitung-AG u.v.m von Eltern bzw. Großeltern angeboten und erfolgreich durchgeführt.

 

Die Computer-AG

Während der AG haben die Kinder gelernt, wie man ins Internet gelangt, wie man mit Hilfe von Kindersuchmaschinen Themen findet, die auch Kinder verstehen. Sie haben recherchiert, aber auch etwas über die Gefahren des Internets erfahren. Sie haben e-mails geschrieben und empfangen, sowie den Umgang mit dem Textverarbeitungsprogramm „Open Office“ und dem Malprogramm „Paint“ geübt. IT-typische Begriffe (wie z.B. link, cursor, world wide web o.ä.) wurden eingeführt.

Außerdem haben sie etwas über die Geschichte des Internets gelernt und wissen jetzt, woher es stammt und wie es entstanden ist.

Im Rahmen der Computer-AG wurde eine Schülerzeitung erstellt.

In kleinen Gruppen haben die Kinder sich ein Thema ausgesucht, zu dem sie gerne arbeiten wollten. Die Kinder haben sich im Internet über dieses Thema informiert, Bilder gesucht und kleine Berichte geschrieben. Die Schüler haben darauf die für sie wichtigen Seiten für die Zeitung ausgewählt. Diese wurden dann zusammengefasst, kopiert und als Zeitung (mit dem Logo der Schule) verkauft.

 

Exkurs: Medienkonzept

Die neuen Informations- und Kommunikationstechnologien haben mittlerweile eine große Bedeutung erlangt und durchdringen auch das Leben der Grundschüler. Für die Heranwachsenden wird der Computer ein unverzichtbarer Teil ihrer zukünftigen Lebens- und Arbeitswelt sein, so dass bereits im Grundschulalter der erfahrungsorientierte Computereinsatz erfolgen sollte. Eine Aufgabe der Schule ist es, auf das lebenslange Lernen vorzubereiten und die selbstständige Wissensaufnahme und –verarbeitung zu fördern.

 

Sowohl Lern- und Übungsprogramme als auch das Internet werden im Unterricht der Klassen 3 und 4 regelmäßig eingesetzt. Im Wesentlichen werden die Lernprogramme während der Freiarbeit und zur Differenzierung, aber auch während der Regenpausen benutzt. Das Internet wird immer wieder zu Recherchezwecken eingesetzt. Die schnelle Verfügbarkeit, die relativ einfache Handhabung und die geringe Anforderung an Computerkenntnissen bei der Anwendung von Lernsoftware führen bei den Kindern zu einer hohen Akzeptanz des Computereinsatzes in der Differenzierungsphase. Einzelne Schüler oder Schülerpaare führen gezielte Übungen durch. Diese können selbstständig ohne Lehrer nach individuellem Tempo und mit unmittelbarer Fehlerrückmeldung und Fehlerkorrektur durchgeführt werden. Für leistungsstärkere Schüler finden anspruchsvollere Lernprogramme in der Differenzierungsphase ihren Einsatz.

 

Die Kinder der Klassen 1 und 2 arbeiten vornehmlich während der Betreuung am Computer. Erste Erfahrungen mit der Tastatur und Lern-CDs werden gewonnen. Im 3. und 4. Schuljahr stellt der Computer dann ein hilfreiches Rechercheinstrument und Differenzierungsmittel dar.

 

Die Koch-und Back-AG

Im Rahmen dieser AG wurden Rezepte erprobt und in einem Koch- und Backbüchlein verschriftlicht. Lecker duftete es nach Pfannkuchen, Bratäpfeln, Auflauf oder Pizzabrötchen.

 

Die Bastel-AG

In dieser AG werden Laubsägearbeiten und Plakatkartonbasteleien hergestellt.

 

Die Spinn-AG

Eine Großmutter leitete diese AG. Sie brachte „echte“ und ungereinigte Schafwolle mit, die die Kinder reinigen und verarbeiten mussten. Im Innenhof der Schule (meistens bei herrlichem Sonnenschein) wurde dann gewaschen, gesponnen, gehäkelt u.v.m.

 

Die Kreativ-AG

Hier wurde u.a. ein Geburtstagsstuhl erstellt, der aus einem antiken Stuhl besteht, den die Kinder „restauriert“ haben. Ferner wurden Ornamente aus Fliesen oder Weihnachtsgeschenke aus Holz gebastelt.

 

Die Sport- und Tanz-AG

Hier wurden Wahrnehmungs- und Koordinationsspiele durchgeführt, aber auch Tänze zu aktuellen Liedern, die dann öffentlich vorgeführt wurden (z.B. auf dem Schützenfest).

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